
Der Rebberg am Abhang gegen das Reusstal hin gehörte früher den edlen Rittern von Hünenberg, später dem Kloster Eschenbach. Nach der Entstehung der Gemeinde Hünenberg 1414 bewirtschafteten rund 35 Rebbauern gemeinsam den Rebberg.
Die Kraft des Chäppeli-Wy liegt in der geimeinsamen Arbeit.
Zum Schutz vor Unwettern wurde 1762/1771 die Weinrebenkapelle gebaut. Die heute verbliebenen 14 Rebbauern schlossen sich 1962 zur Kapellengenossenschaft zusammen und verbürgen (Servitut) für den Unterhalt der Kapelle und des Rebberges. 1980 erfolgte der Wiederanbau des Rebberges mit den Rebsorten RxS. In den Jahren 2000/2009 erwarb die Enwohnergemeinde Hünenberg weiteres Rebland.
Die neue Umweltstrategie der Einwohnergemeinde erfordert 2022, den Weinbau nach biologischen Ansätzen zu bewirtschaften, d. h. Umstellung auf PIWI-Rebsorten und gezielte Förderung der Biodiversität. Die bisherigen Rebstöcke RxS werden ausgerissen und durch eine Neupflanzung der PIWI-Sorten Solaris, Sauvignac und Souvignier gris ersetzt.
2023 verpachtet die Einwohnergemeinde Hünenberg ihren Rebbergteil an Xaver Werder und Christian Kelter, die ihren Weisswein unter dem Label "6331" vermarkten. Die Chäppeli-Genossen ihrerseits konzentrieren sich auf die Produktion des Rotweins. Das Rotwein-Cuvée setzt sich aus den Trauben Zweigelt 40%, Divico 16 %, Blauburgunder 16%, und den neuen Sorten Pinot Kros 16 % und Satin Noir 12 % zusammen und wird weiterhin als "Chäppeli-Wy" präsentiert.
Die Vinifizierung erfolgt durch Baumgartner Weinbau AG, Tegerfelden.
14 Aaren
Zweigelt, Divico, Blauburgunder, Pinot Kros, Satiin Noir
Rotwein
1980
AOC Zug
Kapellengenossenschat Hünenberg
Schlattwäldli 1
6331 Hünenberg
079 837 35 00
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